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Anzeige & Prozess

Sexualisierte Gewalt ist eine Straftat.

Es gibt keine Verpflichtung für die betroffenen Mädchen oder Frauen die Taten anzuzeigen. Auch Wildwasser zeigt nicht an.

Wir beraten auf dem Entscheidungsweg, helfen über das Ermittlungsverfahren und die rechtlichen Möglichkeiten zu informieren und Fragen und Ängste zu klären.

Ob die Taten angezeigt werden sollen, entscheidet immer die Betroffene selbst. Wir begleiten und stärken die Mädchen (ab 14J.) und Frauen auf dem Weg zur Entscheidung. Damit die Mädchen und Frauen die Sicherheit bekommen die sie brauchen, klären wir umfassend über den Ablauf auf, begleiten auf Wunsch zu einer Rechtsanwältin und beantworten alle Fragen zu einem möglichen Gerichtsverfahren.

Wie bereiten wir auf Gerichtsverfahren vor?

Als Opfer einer Sexualstraftat entscheiden sich viele Mädchen und Frauen zu einer Anzeige bei der Polizei.

Kommt es zu einem Gerichtsverfahren geben wir unsere Unterstützung.

  1. Wir informieren über die Rechte und Pflichten einer sog. „verletzten Zeugin“ . ( Dies ist der juristische Begriff für die Betroffene einer Straftat.) und über den Ablauf einer Gerichtsverhandlung.
  2. Wir können Kontakte zu Psychosozialen Prozessbegleiterinnen vermitteln.
  3. Wenn die Verhandlung näher rückt, bieten wir Gespräche und Übungen zur Stabilisierung an.
  4. Auch nach Abschluss einer Verhandlung bieten wir Termine zur Nachbereitung und Stabilisierung an.
Psychosoziale Prozessbegleitung

Seit Mai 2018 gibt es keine Psychosoziale Prozessbegleitung durch die Mitarbeiterinnen von Wildwasser Minden mehr. Grund dafür war eine gesetzliche Änderung. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, schauen Sie in unseren Jahresbericht 2017 (unter downloads). Auf der letzten Seite finden Sie unseren offenen Brief mit einer ausführlichen Stellungnahme.

Für die betroffenen Mädchen und Frauen die unsere Beratungsstelle aufsuchen, bleibt das Angebot der prozessvorbereitenden Beratungsgespräche in der Fachberatungsstelle Wildwasser unverändert und wie gewohnt bestehen. Die Unterstützung Vor- und nach der Gerichtsverhandlung, als Teil der stabilisierenden Beratung wird unverändert fortgeführt.

Informationen zur vertraulichen Spurensicherung:

Mädchen und Frauen können nach einem (versuchten) sexuellen Übergriff Tag und Nacht in die Notfallambulanz gehen und mögliche Spuren des Übergriffs sichern lassen, ohne direkt Anzeige zu erstatten!

Unmittelbar nach einem sexuellen Übergriff befinden sich die meisten Mädchen und Frauen in einer Ausnahmesituation. Die Entscheidung, ob sie zur Polizei gehen und Anzeige erstatten sollen, kann in dieser Situation oft noch nicht getroffen werden. Durch die vertrauliche Untersuchung im Krankenhaus werden alle verfügbaren Spuren gesichert und für bis zu 10 Jahre aufbewahrt. Durch diese Möglichkeit sind wichtige Spuren gesichert und dann kann in Ruhe mit Abstand entschieden werden, ob es eine Anzeige geben soll oder nicht.

Hier geht es direkt zur Informationsseite der Mühlenkreiskliniken:

https://www.muehlenkreiskliniken.de/vs