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Prävention

„Es braucht ein ganzes Dorf (so ein afrikanisches Sprichwort), um ein Kind zu erziehen, eine ganze Schule, um es auf „das Leben“ vorzubereiten, und eine ganze Gesellschaft, um es zu schützen.“

Für viele Menschen ist sexueller Missbrauch an Kindern ein beängstigendes Thema.

Angst ist jedoch ein schlechter Ratgeber in schwierigen Situationen. Daher legen wir heute in der Prävention von sexualisierter Gewalt an Kindern den Schwerpunkt auf die Handlungskompetenz von Erwachsenen, also den Bezugspersonen der Kinder und Jugendlichen.

Sexualisierte Gewalt gegen Kinder findet fast immer im sozialen Nahraum des Kindes statt, d.h. vor allem innerhalb der Familie oder im Bekanntenkreis. Zum Teil kommt es auch zu Übergriffen im außer-familiären Umfeld wie Schule oder im Freizeitbereich. Abgesehen von den Fällen des Exhibitionismus und seltenen spektakulären Gewalttaten sind die Kinder überwiegend mit dem Täter bekannt oder verwandt.
Betroffen von sexueller Gewalt sind Kinder aller sozialer Schichten und aller Altersgruppen, auch Kleinkinder und Säuglinge.

Wer über sexualisierte Gewalt Bescheid weiß, kann Kinder und Jugendliche besser schützen. Kein Kind kann sich alleine schützen. Wir bieten daher Erwachsenenbildung in Form von Vorträgen und Fortbildungen rund um das Thema sexualisierte Gewalt an. Priorität hat hierbei die Vermittlung von Handlungssicherheit im Umgang mit Intervention und Prävention.

Darüber hinaus arbeiten wir wir an Grundschulen und weiterführenden Schulen mit Kindern und Jugendlichen, denn wir sind überzeugt davon:  „Nur wer Bescheid weiß, kann auch Bescheid sagen.“

Fortbildung

  • „Intervention und Prävention von sexualisierter Gewalt an Kindern – Basiswissen sexueller Missbrauch“ Zeitrahmen: 4 Stunden
  • „Intervention und Prävention von sexuellen Übergriffen unter Kindern“ Zeitrahmen: 6 Stunden
  • Neu: Modulreihe „Prävention sexualisierter Gewalt“
    Mit dieser Fortbildungsreihe möchten wir Schulen für das Thema sensibilisieren, zur Enttabuisierung und Transparenz beitragen und die Handlungsfähigkeit von Pädagog*innen erweitern. Informationen dazu erhalten Sie hier:

https://read.screenpaper.io/?fad3d=08a0aa10b3e8589774

Wir freuen uns, dass der erste Durchlauf der Modulreihe ausgebucht ist. Sollen Sie Interesse an einer Teilnahme zu einem späteren Zeitpunkt haben, lassen Sie es uns wissen!

Bei Interesse an der Durchführung einer Fortbildung melden Sie sich bitte bei unserer Präventionsmitarbeiterin Frau Finola Nieratschker unter

0571/87677 oder per mail an f.nieratschker@wildwasser-minden.de

Verdachtsbegleitung

Sie arbeiten in einem Kindergarten, Schule oder Einrichtung mit Kindern oder Jugendlichen? Sie sind ein Familienmitglied oder eine Bekannte und haben ein komisches Gefühl? Ein Kind verändert sich und fällt Ihnen auf? Jederzeit können Sie mit dem Thema sexualisierter Gewalt konfrontiert werden. Bewahren Sie Ruhe und holen Sie sich Unterstützung. Schnell sind alle Beteiligten mit den Unsicherheiten und dem weiteren Vorgehen überfordert. Kommen Sie in die Beratung zur Verdachtsbegleitung bei Wildwasser.

In dieser Situation ist es notwendig, dass Sie hilfreiche Handlungsstrategien bekommen.

Wir unterstützen Sie dabei im Rahmen unserer Verdachtsbegleitung. Sie können ihre konkreten Fragen in einem Beratungsgespräch klären und besprechen mögliche nächste Schritte. Frau Astrid Krämer wird Sie zu allen Fragen ihres Verdachts beraten.

Brauchen Sie Unterstützung? Dann melden Sie sich unter

0571/87677 oder per mail an a.kraemer@wildwasser-minden.de

Unterrichtsbesuche

Unsere Haltung ist:  „Wer gut Bescheid weiß, kann gut Bescheid sagen.“

Wildwasser bietet Schulen Informationsbesuche zum Thema sexualisierte Gewalt an. Dieses Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler in der 6.Klasse.  In Kooperation mit der Beratungsstelle mannigfaltig e.V. wird mit Jungen und Mädchen getrennt über die Thematik gesprochen. Vorausgehend dazu findet ein Elternabend statt.

Im Kreis Minden-Lübbecke gibt es die Möglichkeit, das theaterpädagogische Projekt „Mein Körper gehört mir“ (Klasse 3/4) und „Ich werde es sagen“ (ab Klasse 9/10) von der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück an Schulen durchzuführen. Bei einer Durchführung erfolgt der Besuch von einer Mitarbeiterin unserer Fachberatungsstelle oder der Beratungsstelle mannigfaltig bei Ihnen in der Schule, um mit den Kindern/Jugendlichen die evtl. auftretenden Fragen und Unsicherheiten aufzufangen und aufzuklären.

Beide theaterpädagogischen Projekte werden vom Bündnis gegen sexualisierte Gewalt unter der Führung der Sparkassenstiftung durchgeführt. In diesem Rahmen gibt es jedes Jahr mehrere Lehrerfortbildungen und Sichtveranstaltungen für Erwachsene. Falls Sie Interesse an einer Teilnahme haben, melden Sie sich gerne bei uns.

Ansprechpartnerin ist unsere Präventionsmitarbeiterin Frau Finola Nieratschker unter

0571/87677 oder per mail an f.nieratschker@wildwasser-minden.de

Vorträge

“ Mein erstes Haus war Mamis Bauch.“
Wann ist der richtige Zeitpunkt, Kinder sexuell aufzuklären und wie kann ich Kinder dabei liebevoll begleiten?

Kinder sind von Geburt an sexuelle Wesen und verhalten sich auch so. Sexuelle Bildung bedeutet, Kinder in jedem Alter entsprechend ihrer kindlichen Sexualität zu begleiten und zu unterstützen. Viele Eltern fragen sich jedoch, was genau sexuelle Ausdrucksformen von Kindern sind und wie man als Eltern damit (gut) umgehen kann? Soll ich nur auf Fragen der Kinder reagieren oder aktiv Aufklärung betreiben? Wie genau spricht man/frau mit Kindern über Körper, Gefühle und Sinnlichkeit? Das Thema Sexualerziehung in der Kita ist vor allem im Hinblick auf eine gesunde und positive Entwicklung von Kindern besonders wichtig. Es wirft jedoch auch viele Fragen, Anmerkungen und Irritationen auf. Der Vortrag versucht, hierauf Antworten und Handlungssicherheiten zu geben und lädt alle Eltern herzlich dazu ein!

 

„Ist das eigentlich normal?“

Zwischen Doktorspiel und sexuellem Übergriff

Kindliche Sexualität, die klar von der Erwachsenensexualität abzugrenzen ist, beinhaltet zahlreiche Verhaltensweisen, die uns aufgrund unserer Sozialisation und der Tabuisierung des Themas „Sexualität“ mehr oder weniger irritieren und dennoch völlig normal sind.

Gemäß der sexuellen Entwicklung von Kindern gibt es Regeln und Umgangsformen, die Kinder präventiv handlungssicher machen und sie vor Übergriffen untereinander schützen sollen. Wir klären außerdem die Frage, wann und wie ein Kind sinnvollerweise sexuell aufgeklärt werden sollte und was Eltern und PädagogInnen tun können, wenn Kinder an sexuellen Übergriffen unter Kindern beteiligt sind.

 

„Jungs sind anders, Mädchen auch…“

Welchen Einfluss hat eine geschlechtergerechte Erziehung auf unsere Sicht von typisch weiblich und typisch männlich?

Mit welchen Rollenerwartungen konfrontieren wir bewusst oder unbewusst unsere Kinder? Ist es die Persönlichkeit, die Erziehung oder doch das Geschlecht, welches vermeindlich typisch weibliches und typisch mänliches Verhalten hervorbringt?

Wir gehen der Frage nach, wie es gelingen kann, die Persönlichkeit eines Kindes geschlechtergerecht zu stärken und wie wir diese Erkenntnisse opfer- und täterpräventiv bei sexualisierter Gewalt nutzen können!

 

„Wie schütze ich meine Tochter/ meinen Sohn vor sexualisierter Gewalt?“

Intervention und Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern.

Wir klären darüber auf, was sexualisierte Gewalt an Kindern ist, wie häufig diese vorkommt, wer die Täter sind und wie man/frau Kinder präventiv schützen kann. Der Vortrag ermöglicht es, sich über vorherrschende Mythen und medial verstärkte „Bilder“ von sexuellem Missbrauch auszutauschen. Die Ängste von Eltern vor sexualisierter Gewalt an ihren Kindern sollen besprochen und Handlungssicherheit im Umgang mit dem Thema vermittelt werden.

 

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei unserer Präventionsmitarbeiterin Frau Finola Nieratschker unter

0571/87677 oder per mail an f.nieratschker@wildwasser-minden.de